4.02.2010

Shems und Mewlana (AŞK=LIEBE) 6

Der Brief

Von Kayseri nach Bagdad Februar 1243


Bismillahirrahmanirrahim
Sehr Geehrter Baba Zaman,
Eine lange zeit her das wir uns in dieser Vergänglichen Welt nicht mehr gesehen haben, ich hoffe dieser Brief Erreicht sie unter guten umständen. Ich höre immer nur schönes über euer Haus in Bagdad. Der Grund warum ich sie anschreibe ist etwas was mich seit langem Beschäftigt, und ich hoffe es bleibt unter uns. Am besten fange ich von vorne an.. Wie sie auch wissen war Sultan Alaaddin Keykubat ein sehr guter Herrscher, sein Größter Traum war eine Kultur Stadt aufzubauen, in dem die Dichtern, Künstlern, Philosophen in Frieden leben könnten. In einem Zeitraum wo die Mongolen Städte ruinierten die Christen Kreuzfahrten planten sah sowas unmöglich aus. Was wir alles gesehen haben.. Christen Töteten Muslime, Muslime die Christen, Muslime die Muslime.. Völkerschlachten, Religionskriege, Glaubenskriege.. Trotz all dem war Keykubad ein Herrscher mit Visionen.. Für seinen Traum hatte er die Stadt Konya ausgesucht, nach der Überflutung (Arche Noah) die erste Stadt die auftauchte.. Nuun, lebt ein Alim (Gelehrter/Allwissender) in Konya, ich weiß nicht ob sie von ihm Gehört haben, sein Name ist Mewlana Djelaleddin, und wird auch mit dem Namen Rumi Gerufen. Ich war sehr Glücklich das ich diesen Mensch kennenlernen konnte, und wurde sogar sein Meister nach dem Tode seines Vaters, und nach einigen Jahren wurde ich sein Lehrling. Ja Habibi ich wurde der Lehrling meines Lehrlings und Studierte mit ihm. Er war so Außergewöhnlich, Geschickt, solch ein Sonderfall das ich ihm alles weitergeben konnte was ich wusste, nach dem ich nichts mehr hatte was ich ihm weiterlehren könnte, wurde Ich sein Lehrling. Sein Vater war auch ein sehr Wissender Reifer Mensch, aber Rumi besitzt sehr besondere Eigenschaften, er befreit die Religion von seiner äußeren hülle, und Erreicht den Kern, die Universelle und ewige Botschaft der Schriften. Ich bin nicht der einzigste der über ihn so denkt, als Rumi noch Jung war und den großen Sufi Meister Feriduddin Attar kennenlernte sagte dieser „es wird nicht lange dauern bis dieser junge Mann das Feuer der Brennenden Herzen sein wird“ ein anderer Sufi Meister und Philosoph Muhyiddin Arabi, sah ihm eines Tages hinter seinem Vater gehen und sagte darauf: „Gepriesen sei Allah, ein Ozean geht hinter einem See..“ Als er noch 24 Jahre alt war wurde er ein Sheikh, und nach 13 Jahren also heute ist er ein Vorbild der Stadt geworden, am jeden Freitag kommen aus der nahen und weiten Umgebungen Menschen um seine Freitagspredigten zu hören. In Philosophie, Mathematik, Symbolik der Schriften ist er eigenartig. Man sagt das er jetzt schon über 10.000 Anhänger hat, und für sie ist jedes Wort was er sagt sehr Wertvoll, und sie glauben das er nicht nur ein Revolutionär in der Geschichte des Islams sein wird sondern auch in der Weltgeschichte. Für mich ist er wie mein eigener Sohn.. Vor einer Zeit bin ich von Konya ausgewandert und Lebe nun in Kayseri, meine Stunde der Abrechnung nähert sich.. Obwohl Rumi so Vernünftig, Beliebt und Wissend ist trägt er eine Lücke in sich. Und diese Lücke können weder seine Familie weder seine Anhänger füllen. Ein paar mal versuchte er mit mir darüber zu reden, ich sagte ihm „Gewiss du bist Rein und Kräftig, aber im Fluss der Liebe hast du noch nicht gebadet, die Tür durch dem das Wasser strömen kann hast du noch nicht gefunden.“ Als er mich fragte was er machen muss, sagte ich ihm „du brauchst einen Freund“ und Lies ihm einen Hadis vor: „Der Gläubige ist der Spiegel des Gläubigen“ Bevor ich Konya verlassen habe Erzählte mir Rumi von einem Traum, er wäre in der ferne, in einer Stadt gleich einem Labyrinth und er sucht hier jemandem, überall sieht er Quran verse hängen, ein atemberaubender Sonnenuntergang, auf den Maulbeer bäumen Seidenraupen die warten das sie endlich aus ihrem Pod raus können, und danach wartet er suchend mit einer Laterne in der Hand vor dem Brunnen auf seinem Hof, und heult hinter jemandem her.. Am Anfang hatte ich gar keine Ahnung was dieser Traum sein soll, aber als ich eines Tages einen Taschentuch aus Seide Geschenk bekam, fing ich an dieses Rätsel zu lösen, wie sehr sie die Seidenraupen lieben fiel mir ein, und in diesen Tagen hörte ich ständig von ihrem Haus in Bagdad, so dachte ich die ferne Stadt im Traum könnte Bagdad sein, wo überall verse hängen könnte ihre Gemeinde sein, seitdem Glaube ich das der Freund von Rumi bei ihnen ist, und deswegen schrieb ich sie an. Ich weiß nicht ob diese Person unter ihrem Dach ist, oder ob sie ihm von diesen Brief berichten werden.. Wenn wir diese strömenden Flüsse zusammenbringen und sie gemeinsam als eine Einigkeit in den Göttlichen Ozean der Liebe leiten können, werden wir etwas gutes getan haben.. Aber es gibt noch etwas worauf wir acht geben müssen, obwohl Rumi so Geliebt und einflussreich ist gibt es auch viele Gegenstimmen gegen ihn, und wenn ein Mensch der unter diesen umständen Lebt, durch diese Freundschaft sich verändert, kann es auch sein das Unerwünschte Sachen passieren können, die Liebe die er zu diesem Freund Pflegen wird kann auch in der Familie zu Uneinigkeiten führen, da Rumi so ein Geliebter Prominent ist, wird der jenige auch böse Eifersüchtige Blicke auf sich ziehen. All dies kann die Person auch in eine Gefahr bringen, anders gesagt es kann sein das er jenige den sie nach Konya schicken werden nie wieder zurück kehren kann, so hoffe ich das sie all dies gut bedenken bevor sie ihm darüber berichten. Ich hoffe ich habe sie mit meinen Gedanken nicht belästigt, aber wie wir auch Wissen Allah gibt uns keine last die wir nicht tragen können, meine Tage sind gezählt, es kann sein das ich nicht mehr am Leben bin wenn ihre Antwort mich Erreicht, aber egal was geschehen wird ich bin mir sicher das sie die richtige Entscheidung treffen werden,

möge die Barmherzigkeit Allahs mit ihnen sein

Sheikh Seyyid Burhaneddin.

3.02.2010

Shems und Mewlana (AŞK=LIEBE) 5

Efendi

Bagdad Januar 1243


Es sind 9 Monate vergangen seitdem er mit uns ist. In den ersten Tagen dachte ich Shems würde seine Sachen zusammen packen und Abhauen, man konnte ihm ansehen das die harte Regeln der Gemeinde für ihm zu langweilig waren. Er hatte große Schwierigkeiten Jeden Tag um die gleiche Uhrzeit ins Bett zu gehen, Aufzustehen, Regelmäßig zu Essen, all die Regeln die er beachten muss waren eine Qual für ihn. Er war gewohnt wie ein Freier Vogel alleine hin und her zu reisen. Das Leben hier war an der grenze seiner Geduld, ich dachte immer er würde es nicht mehr aushalten und gehen aber so geschah es nicht..
Der Wille den Spiegel seiner Seele zu finden war anscheinend so groß das er all dies Duldete. Er Glaubte fest daran das ich ihm die Information geben werde wohin er gehen muss..

In den 9 Monaten konnte ich ihn gut beobachten, die Zeit verlief für ihn anders, schneller und intensiver.. Wo meine anderen Derwische Wochen und Monate brauchten, brauchte Shems für die gleiche Sache nur ein paar stunden oder einige Tage um es zu Begreifen.
Für neue und Außergewöhnliche Sachen war er immer sehr Neugierig, Jeden Morgen verlies er das Haus und machte Spaziergänge, meist fand ich ihn im Garten, entweder Untersuchte er ein Spinnennetz, oder Blumen.. Käfern, Pflanzen, Kristallen, Dörnern..
die ganze Natur war für ihm viel Attraktiver und Inspiriender als Büchern oder Schriften. Aber wo ich dachte er hat gar keine Interesse zum Lesen, fand ich eines Tages eine Uralte Schrift in seiner Hand, Sorgfältig untersucht er all die Symbole und Buchstaben, Beschäftigt sich damit Tag und Nacht, Wochenlang..
Danach Schließt er wieder die Bücher und Liest Wochenlang keinen einzigen Buchstaben..

Als ich nach diesem Grund fragte sagte er, „Man muss sich den verstand wie ein Hungriges Baby vorstellen, und ihn mit kleinen löffeln füttern, denn so wie es Nahrungen gibt die ein Baby nicht vertragen kann, gibt es Informationen die der verstand nicht vertragen kann. Dies darf man nicht vergessen“
und eines seiner 40 Regeln wäre über dieses Thema:
Die 5. Regel: Die Chemie des Verstandes und die Chemie der Liebe sind verschieden, der Verstand ist vorsichtig und Ängstlich „Wehe, hüte dich“ sagt er zu sich, wo die Liebe ganz anders Handelt und „lass dich gehen, was kann schon passieren“ sagt, der Verstand ist immer Stabil auf seinen Beinen, die Liebe dagegen ist zerschleißt und Erschöpft, aber die Schätze sind immer in Ruinen versteckt, der größte Schatz ist immer in einem Gebrochenen Herz versteckt.

Umso mehr ich Shems kennenlernte umso mehr Liebte ich seine Lebensweise, seine Vernunft, seine Flinke Intelligenz, aber Shems hatte auch andere Gesichter..
Zum Beispiel konnte er sich nie zurück halten, wo ich meinen Derwischen lehrte die Fehlern anderer nicht aufzudecken, diese zu verzeihen, und nicht zu deschiffrieren, Verzeiht Shems keinen einzigen Fehler. Wenn er einen Fehler sieht greift er sofort ein, sagt weder zu viel oder zu wenig, auch wenn seine Worte hart klingen und andere verletzen spricht er sie aus.
Manchmal will er damit auch die Geduld anderer Spiegeln und fummelt absichtlich rum um ihnen zu zeigen was für laute Töne sie von sich geben können.

Ihm normale Aufgaben zu geben war sehr schwierig, Alltägliche Probleme konnte er überhaupt nicht gedulden, wenn er sich an eine Arbeit gewöhnt verliert er danach die Interesse, Wenn es Zwangsarbeiten gibt, wurde er ungenießbar, wie ein Tiger im Käfig. Falls man sich über ein Thema etwas länger Unterhält, oder wenn einer einen Unbedachten Satz aussprach konnte man ihn hier nicht mehr halten. Er Behandelte jeden gleich aber keiner war für ihn so wichtig, Bequemlichkeit, Wohlstand, Rang worauf andere einen großen wert legten, war für ihm überhaupt nicht wichtig, Worte waren für ihm genauso ansehend, und eines seiner Regeln war, die 6. Regel: Streitereien, Vorurteile, Feindseligkeit auf der Erde entstehen durch das Wort, so lege nicht so viel wert auf Worte, im Fluss der Liebe verlieren die Worte sowieso ihren wert, denn der Verliebte braucht keine Worte.

Nach einer weile hatte ich Angst um seine Gesundheit, natürlich ist unser Schicksal in Allahs Händen allein Er weiß wann und wie wir Sterben werden, aber trotz dem probierte ich Shems ein wenig zu Bremsen, und gab mir mühe damit er ein Ordentliches und ruhiges Leben führt, nach einer weile dachte ich, das kann ich schaffen, aber dann kam der Winter, und mit dem Schnee und der Kälte kam ein Bote der ein Brief brachte,
und dieser Brief brachte alles durcheinander..

Shems und Mewlana (AŞK=LIEBE) 4

Der Lehrling

Bagdad April 1242

Nachdem ich den Oberrichter und seine Truppe bis zur Tür Begleitet habe kehrte ich zurück in den Raum um den Tisch Abzuräumen. Baba Zaman und der Derwisch saßen wie ich sie verlassen hatte, ich beobachtete sie unauffällig, sie redeten kein Wort miteinander..
Ist es möglich das man sich ohne Worte unterhalten kann?

Aus reiner Neugier habe ich alles, so langsam wie möglich gemacht, ich klopfte die Kissen wieder gerade, Räumte den Tisch ab, räumte im Saal auf, putzte sogar jeden einzelnen Krümel vom Teppich weg, als aber nichts mehr zu tun war und ich keinen Grund finden konnte hier im Saal zu bleiben ließ ich die beiden alleine..
Ich ging danach zur Küche. Als der Grausame Koch mich hier sah fing er wieder an mit seinen Befehlen. „Wo steckst du die ganze Zeit du Fauler Lehrling? Schnell! putz die Tresen, Putz den Boden, Wasch das Geschirr ab, Putz den Herd, schaffe den Fett und Ruß weg von der Wand, wenn du fertig bist vergiss nicht die Mausefallen zu Kontrollieren, Ich habe eine Ratte gesehen im Keller so groß wie mein Arm, geh und fange ihn, sonnst pack ich dich das nächste mal in die Mausefalle statt Käse!“

Es sind fast 6 Monate geworden seitdem ich hier in diesem Haus bin, aber seitdem ersten Tag bis Heute ist der alte Koch immer unzufrieden mit mir. Ständig steht dieser Grausamer Mann vor mir und bombardiert mich mit dem Spruch „Sauberkeit ist Beten, Beten ist Sauberkeit“. Wegen ihm schufte ich wie ein Hund, und diese Qual nennen sie hier „Moralische Erziehung“..
Wo ist der Moral beim Boden Putzen oder beim Abwaschen? Versteh ich nicht..

Ein mal habe ich mich getraut und sagte ihm darauf „Wenn Sauberkeit Beten wäre, dann wären die Frauen Bagdads schon längst Gebetsmeistern.“ Der alte Koch wirfte mir einen Holzlöffel hinter her und schrie mich an, „Gewiss, wenn du ein Derwisch sein willst, dann must du stumm sein wie dieser Löffel! Viel Reden ist nicht eine Eigenschaft eines Derwisches, umso weniger du redest desto schneller bist du mit deiner Bildung fertig!“

Ich mochte den alten Koch überhaupt nicht. Und genauso viel hatte ich Angst von ihm. Ich hatte ihm immer gehorcht, bis zur heutigen Nacht.

Als der Koch mit mir fertig war und sich umdrehte, ging ich in langsamen schritten zum Saal, wo der Gast und der Meister waren. Ich war sehr neugierig auf den Derwisch, wer war er? Von wo kam er? War Er ein Sonderling?
Mit den Derwischen der Gemeinde hatte er nichts Ähnliches. Seine Blicke waren wie ein irrer.. Unfolgsam, Rebellisch, Furchtlos.
Eben wenn er sich Höflich beugt Verliert er diesen Blick nicht. Er hatte solch eine Art von verhalten das man von ihm Angst bekam aber irgendwie dieser Anziehungskraft auch nicht widerstehen konnte. Als ich zum Saal kam war die Tür Geschlossen, ich beugte mich und beobachtete sie durch das Schlüsselloch. Am Anfang konnte ich nichts Erkennen, aber als meine Augen sich an dem Licht Angewöhnten konnte ich ihre Gesichter Erkennen. Baba Zaman stellte ihm eine frage
„Erzähle mal wie hast du hier her gefunden? Durch eines deiner Träume?“,
der Derwisch schüttelte sein Kopf „Nein der Grund warum ich hier bin ist nicht ein Traum, ich Träume nie.“
„Jeder Mensch Träumt“ sagte Baba Zaman Barmherzig, „du kannst dich bestimmt nicht an deine Träume Erinnern, das ist was anderes, aber das heißt deswegen noch lange nicht das du nicht Träumst“
„Aber ich sehe keine Träume“ wiederholte Shems, „dies ist ein Bund zwischen mir und Allah.. als ich ein Kind war legte man mir die Geheimnisse des Alls wie ein Teppich vor meine Füßen, Als ich diese meinen Eltern Erzählte Glaubten sie mir nicht, sie sagten ich hätte Geträumt, Als ich sie meinen Freunden Erzählte sagten sie ich wäre entweder ein Träumer oder ein Lügner, ich fragte die Imame aber ihre Reaktionen waren auch nicht anders. Zum Schluss bemerkte ich, wenn der Mensch etwas Fabelhaftes hört was er nicht kennt, nennt er es entweder Traum oder Fantasie.“
Nach dem der Derwisch seinen Satz beendete geriet er in eine Stummheit und tat so als ob er irgendetwas gehört hätte, danach stand er merkwürdiger weise auf, und in langsamen schritten Bewegte er sich zur Tür, als ob er wüsste woher das Geräusch kam, während er all dies tat schaute er tief Konzentriert zum Schlüsselloch, als ob er wusste das ich da bin und sie beobachte, als ob er hinter die Tür schauen könnte.
Mein Herz fing an zu rasen, ich wollte zur Küche rennen aber mein Körper meine Hände, Beine waren wie gefroren, die schwarzen Blicke von Shems durchdringt die Tür und sieht was dahinter ist, ich hatte einerseits furchtbare Angst aber anderseits spürte ich eine Energie die mich umhüllte, Shems Greifte an den Türgriff, und wollte die Tür Öffnen, und würde mich hier Erwischen..
aber kurz davor Entschied er sich anders, da er so nah war, war es auch sinnlos durch das Schlüsselloch zu gucken, dieses warten kam mir wie eine Ewigkeit vor, ich atmete nicht mal, danach drehte sich Shems plötzlich wieder um und während er sich von der Tür entfernte Erzählte er weiter,
„zum Schluss habe ich Allah Gebeten, mich von meinen Träumen zu befreien, denn so würde ich immer wissen; Wenn ich was Wundersames sehe oder Streifzüge mache das es Definitiv kein Traum war, Allah akzeptierte meinen Wunsch, und Entfernte von mir meinen Traumengel, seitdem Träume ich nicht mehr“ Shems stand am anderen Ende des Saals, draußen nieselte ein Regen, nachdem er nachdenkend eine weile den Regen Beobachtet hatte sagte er,
„Allah nahm mir meinen Traumengel weg, und um diese Lücke zu füllen lehrte er mir das Traumdeuten.“
Ich dachte Baba Zaman würde an solch einen Unsinn nie Glauben, und würde ihn Beschimpfen so wie er es bei mir tat, aber der Meister beugte seinen Kopf und sagte
„Du bist ein sehr Besonderer Mensch, sage mir wie wir dir helfen können?“ „Ich weiß es nicht, Ehrlich gesagt ich habe gehofft das sie mir eine Antwort darauf geben würden“ „Was meinst du damit?“ fragte Baba Zaman verwirrt, „Ich bin seit über 40 Jahren ein Abdal, Kenne jede Wolf Ameise oder Vogelart, wenn ich Angegriffen werde und kämpfen muss kämpfe ich mich wie ein Wildes Tier durch, aber ich selber würde niemals jemandem angreifen. Oben im Himmel kenne ich all die Sterne in den Wäldern all die Pilzen, auf den Bergen die Pflanzen, in den Flüssen die Fische kann ich dir alle Aufzählen. Den Mensch den Gott nach seinem Ebenbild Erschuf, kann ich Lesen wie ein Offenes Buch.."
Danach wartete er bis der Meister die Kerze anzündete und Erzählte weiter, „Denn es ist eines der 40 Regeln, die 4. Regel: In jedem Körnchen des Alls kannst du die Eigenschaften Allahs finden, denn er ist nicht in der Moschee, Tempel, Kirche oder im Himmel, Er ist in jedem Moment und überall Existent, so wie es keinen gibt der Allah gesehen und danach Gelebt hat, gibt es auch keinen der ihn Gesehen und danach Gestorben ist, wer ihn findet der bleibt bis in die Ewigkeit bei ihm..“
Unter diesem Kerzenlicht sah Shems noch länger aus als er ist, seine langen Haare fielen auf seine Schultern,
„Aber wenn das Wissen der Wahrheit nirgendswo Hinfließt wird es bitter wie altes Wasser in der Vase, ich habe Allah oft Gebeten damit er mir einen Freund gebe, dem ich mein Wissen weitergeben kann, Endlich wurde mir in Samarkand in einem Karwansarei in mein Ohr Geflüstert, damit mein Schicksal auf mich zu kommt müsse ich nach Bagdad..
Ich bin mir sicher sie werden mir sagen wo lang mein weg weitergeht, vielleicht heute oder morgen.."

Draussen, tretete die Nacht ein, der Mond ziehte sich aus und fing an durch die Fenstern zu strahlen, ich merkte nicht wie spät es geworden ist, der alte Koch sucht mich bestimmt, aber mir war es egal, die Regeln zum ersten mal zu überschreiten war ein tolles Gefühl. „Ich weiß nicht welche Antwort du hören magst“ sagte Baba Zaman, „aber wenn ich für dich was habe wirst du es bekommen, bis dahin kannst du hier bleiben, sei unser Gast.“ Shems beugte sich Höflich und küsste Baba Zamans Hand. Und daraufhin stellte der Meister die merkwürdige Frage, „du sagst du bist bereit all dein Wissen jemandem weiterzugeben, aber dies ist gar nicht so einfach, was kannst du dafür Opfern?“ „Mein Kopf“ sagte er leise, „ich bin bereit auf mein Leben zu verzichten“ Mir lief der schweiß runter, die Antwort machte mir Angst und ich entfernte mich von der Tür, als ich nochmals durchschaute sah ich Baba Zaman genauso schockiert blicken, er atmete tief durch und sagte, „So viel Unterhaltung reicht für heute, du bist ja bestimmt müde, ich rufe gleich den Rothaarigen Lehrling damit er dir dein Bett zeige und frisches Bezug und Milch bringe..“
Als Shems das hörte schaute er wieder zur Tür, Ich fühlte wieder seine Blicke Tief in mir, er schaut nicht hinter die Türen und Wände, dieser Mann schaut tief in mich hinein und durchsucht sogar die geheimsten taten meiner Seele, sogar auch die, die ich selber noch nicht kenne..
Ich geriet in Angst, vielleicht war er ein Meister der Schwarzen Magie, oder die 2 Engeln auf denen man acht geben muss Harut und Marut, belehrten Shems aus Tebriz, vielleicht hatte er Fähigkeiten hinter Wände und Türen zu blicken, ich weiß es nicht, aber dieser Mann macht mir eine große Angst..
„Du brauchst den Rothaarigen Lehrling nicht rufen“ sagte Shems, „eine stimme sagt mir das er uns sehr nahe steht, und hört was wir hier reden“ Unerwünscht kam ein Bewunderungston durch meinen Lippen heraus, in voller Panik rannte ich raus zum Hof, aber hier erwartete mich ein anderer Fluch: der alte Koch!

„Du Gauner du, hier bist du also!“ schrie er, und rannte mir mit einem Besenstiel hinter her, „jetzt wirst du aber was erleben, komm her, bleib stehen!“ Ich bleib doch nicht stehen! ich rannte zum Ausgang so schnell ich kann, das Gesicht von Shems kam immer vor meine Augen, woher wusste er das ich sie Beobachte? War er ein Zauberer? Ich rannte eigentlich von Ihm weg, bis ich nicht mehr atmen konnte, bis meine Beine nicht mehr gehen konnten, rennte ich..

2.02.2010

Shems und Mewlana (AŞK=LIEBE) 3

Efendi (Der Herr)
Bagdad April 1242,

Den Tag an dem Shems aus Tebriz zu unserem bescheidenen Gemeindehaus angekommen ist werde ich nie vergessen..
An dem Nachmittag hatten wir so zu sagen V.i.p Gäste.
Der Oberrichter und sein Team besuchte plötzlich unser armes Haus,
und dieser Besuch war nicht nur ein Höflichkeits besuch.
Der Oberrichter war gegen die Sufi Gemeinden,
dies war in dieser Stadt jedem bekannt, und heute waren wir in der Prüfungsreihe.

Ein Ehrgeiziger Mensch war der Oberrichter. Ein flaches Gesicht, ein breiter Hängebauch, an jedem seiner dicken kurzen fingern wertvolle Ringe mit Edelsteinen..
Es wäre für ihm sehr gut wenn er nicht so viel Essen würde, aber niemand sogar nicht mal seine Ärzte hatten den Mut ihm dies zu sagen.
Da Er sich früher viel mit Islamischen Wissen beschäftigte und aus einer Berühmten und großen Familie kam, war er einer der Bestimmern in der Region.
Mit einem Wort könnte er einem zum Galgen schicken, und wieder mit einem Wort könnte Er Lebenslängliche Gefangene befreien, aus den dunklen Zellen des Gefängnisses..
Er trug immer einen Überwurf aus Pelz, teure Gewände und trug seinen Körper in voller Hochmütigkeit. Wo ich all dies wusste probierte ich ein guter Gastgeber zu sein, denn für das Haus und für die Gemeinde war es besser so..
„Wir Leben in der schönsten Stadt der Welt“ sagte der Richter während er eine Feige in seinen Mund reinsteckte. Wegen der Mongolischen Armee haben wir viele Flüchtlinge Empfangen, die Stadt ist voll, wir wurden so zu sagen ihr Rettungshafen, und weitere können wir auch Empfangen, denn dies ist der Zentrum der Welt, was meinst du darüber Baba Zaman? (Baba=Vater Zaman=Zeit)
„Unsere Stadt ist ein Wertvolles Juwel, zweifellos.“ Sagte ich vorsichtig. „Aber vergessen sie nicht Städte sind wie Menschen sie werden Geboren, sie Wachsen, erst sind sie wie Kinder, danach wie Jugendliche irgendwann werden sie alt und Sterben. Heutzutage hat Bagdad seine Jugend hinter sich. Wir sind nicht mehr in der Bequemlichkeit wie zu den Zeiten von Khalif Harun Reshit, Obwohl Gottseidank sind wir immer noch das Zentrum des Handelns, der Handwerkern, der Künstlern, der Dichtern.. Aber wer weiß wie die Stadt in 1000 Jahren aussehen wird? Es kann sich alles ändern.“
„Was soll dieses Pessimismus“ sagte der Richter.
Beugte sich zur Schale und nahm eine andere Feige
„Das Konigreich der Abbayiiten wird auf diesem Lande ewig verweilen, unsere Bürgerzahl und unser Wohlhaben wird sich immer mehren, Natürlich wenn einige undankbare diese Stabilisierung nicht zerstören. Denn es gibt heut zu tage einige Deuter die sich Moslime nennen und dessen Deutungen und Lehren noch viel gefährlicher sind als Ungläubige“ Ich geriet in eine Stummheit, der Richter war gegen Symbolische Übersetzungen des Qurans, und diese Sufis waren für ihm die Gefährlichsten Menschen. Warum? Weil sie sich an die Traditionellen islamischen Regeln nicht hielten, und weil, diese Sufis gar keinen Respekt zeigten zu denen die an der Macht waren wie der Richter. Wenn es nur nach ihm gehen würde, würde er am Liebsten die Sufis und ihre Gemeinden verbieten und alle rausschmeißen.
„Verstehe mich nicht falsch Baba Zaman, mit euch und mit eurer Gemeinde bin ich zufrieden, aber meinst du nicht das diese Sufis zu weit gehen?“ fragte er seinen Bart kratzend..

Ich wusste nicht was ich sagen soll, Gottseidank hörten wir einen klopfen an der Tür,
der Rothaarige Lehrling fragte nach Erlaubnis um einzutreten, er kam direkt zu mir und berichtete mir flüsternd das wir einen Unerwarteten Besucher haben. Im Garten wäre ein Abdal Derwisch der nur mit mir reden würde, oder mit niemandem..

Wäre im Saal eine andere Stimmung würde ich sagen, gebt ihm was zu Essen und haltet ihn auf bis der Besuch weg ist, aber die Gespräche des Richters gingen mir langsam auf die nerven, ich dachte wenn dieser Derwisch reinkommt und ein paar Geschichten von der Ferne Erzählt wird sich die dicke Luft hier ändern.
So Befiel ich dem Lehrling: „Geh und bringe ihn her“

Nach ein paar Minuten Öffnete sich die Tür und jemand dessen alter man nicht Schätzen kann, der Kerzengerade stand und sehr Kraftvoll aussah, von Kopf bis Fuß schwarz bekleidet war, kam herein. Er war ziemlich Lang und beweglich, hatte dünne Knochen eine Breite Stirn, und schwarze Augen. Seine lange wellige lockige Haare fielen vor seine Augen. Er trug einen lockeren breiten Mantel ein wolliges Kleid, Leder Stiefeln, und an seinem Hals hingen ein paar Muskas (Schutzgebete), und hatte einen topf aus holz in der Hand. Als ich diesen unerwarteten Besucher sah, wusste ich das dieser ein Wundervoller Mensch war. In seinen Blicken, Bewegungen und wie er seinen Körper trug, konnte man die Zeichen eines aussergewöhnlichen Menschens sehen. Für einen Unwissenden mag ein Eichenbaum Sproß schlicht und zerbrechlich aussehen, aber es ist der Berichter von einem Stolzen Riesigen Baum, wer Sehen kann...

Der Gast beugte seinen Kopf und Begrüßte uns.. „Willkommen zu unser Gemeinde Haus“ sagte ich und zeigte ihm gegenüber mir ein Platz zum Sitzen. Der Derwisch begrüßte jeden einzelnen und setzte sich dort hin. Er schaute sich den Raum und die Gäste ganz genau an, und blieb mit seinen blicken bei dem Richter stehen. Die beiden schauten sich eine weile an, ohne irgendetwas zu sagen. Ich war neugierig was für Gedanken diese gegensätzliche Menschen, gegenseitig pflegten. Wir Bieteten dem Derwisch, warme Ziegenmilch, Feigen mit Honig, Gefüllte Kakis zum Essen an, aber er lehnte alles Höflich ab. Als ich nach seinen Namen fragte „Shems aus Tebriz“ sagte er.
Er seie ein Derwisch der überall wo er geht nach Gott suchte, fügte er hin zu. „Und hast du gefunden was du suchtest?“ fragte ich, und er schüttelte Bestätigend seinen Kopf, seine dunklen schwarzen Augen fingen an zu leuchten, „Ja das habe ich, er war die ganze Zeit mit mir“ Der Richter fing an zu Grinsen „Ach ihr Derwische ach! Warum macht ihr das Leben so schwierig verstehe ich nicht, Warum bist du ihn denn dann suchen gegangen wenn er immer mit dir war?“ Shems beugte seinen Kopf und Schwieg eine weile, ein schatten fiel in sein Gesicht hinein, mit einem Mäßigen Ton der sich sicher ist was er sagt, sprach er weiter, „man kann Gott nicht finden in dem man ihn sucht, aber ihn finden nur die Suchenden“ „Wörterspielereien“ sagte der Richter säuerlich, „willst du uns jetzt sagen das man Gott nicht finden kann wenn man nicht durch die Berge wandert? Allah soll mir verzeihen! Sollen wir uns alle vom Kopf bis Fuß Schwarz anziehen und in den Bergen nach Gott suchen? Wenn man das machen würde, Würde es weder eine Gemeinde weder eine Zivilisation geben!“ Ein paar leise Lächereien von den Männern des Richters waren zu hören, mir wurde es langsam warm, den Derwisch und den Richter zusammenzubringen war keine gute Idee glaube ich. „Ich habe mich nicht richtig ausgedrückt glaube ich, ich habe nicht gesagt man kann Gott nicht finden in dem man sein Haus nicht verlässt, natürlich ist das auch möglich, es gibt immer Leute die Gott finden ohne das sie ihr Land verlassen brauchen, und es wird sie auch immer geben“ sagte der Derwisch,
„Ja genau das meine ich auch!“ sagte der Richter und Lächelte wie ein Sieger, aber sein Lächeln endete mit den weiteren Worten des Derwischs.
„Aber.. was ich sagen will.. Wenn ein Mensch hinter Geld Macht und Thron strebt, und mitten in den Pelzen Edelsteinen Perlen Lebt und über Wertvolle Teppiche geht, also so lebt wie sie Herr Richter, ist es nicht möglich das man Gott findet“
Der Saal geriet in eine Absolute Stummheit..
alle waren Schockiert, niemand traute sich irgendetwas zu sagen, die Begleiter des Richters schauten sich fragend an, einige Greiften leise an ihre Schwertern.
„Wie ich sehe ist deine Zunge ein bisschen Scharf für ein Derwisch“ sagte der Richter Wütend, „Wenn ich was sagen muss, dann gibt es nichts was mich davon aufhalten kann.“ Sagte Shems. Die Augenbrauen des Richters fielen runter aber er Schüttelte seine Schultern und tat so als würde er den Derwisch nicht mehr wahr nehmen, „Naja für leeres Gerede haben wir kein Hunger“ sagte er, „Aber du bist im richtigen zeitpunkt gekommen, wir Unterhalteten uns über die Schönheit unserer Stadt, Allah weiß du bist bestimmt viel gereist, hast du irgendwo eine schönere Stadt als unsere Gesehen? Sag uns..“ Shems blicke wurden wieder Barmherzig und er schaute sich die Leute im Raum an, „Bagdad eine schöne Stadt zweifellos, aber welche Schönheit ist nicht vergänglich? Die Städte sind wie riesige Spiegeln die den Moral und Herzen der Einwohnern spiegeln. Wenn diese Herzen sich Schließen oder sich versteinern verlieren auch die Städte ihre Schönheiten, wie viele Städte es gibt die so runtergegangen sind und noch gehen werden“
Unbewusst schüttelte ich mein Kopf und Bestätigte ihn, Shems blickte mich an, in seinen Augen war ein Freundliches leuchten. Als seine verrückt blickenden Augen mein Gesicht berührten, wurde es mir so warm als hätte ich die Sonne Angeblickt, in dem Moment wurde mir bewusst dieser Mann war wie sein Name, Er war wie eine Sonne die Leben und Kraft gibt, und wie ein Feuerball von innen brennt, Shems war eine wahre Sonne..
Aber der Richter war anderer Meinung,
„Ihr Sufis verwechselt immer alles, Wie die Dichtern und die Philosophen! Nur Wörterspielereien! Wozu! Ihr Erzählt komische Sachen und bringt damit die Menschen durcheinander. Aber das „Volk“ ist ein Faules Wesen mit ganz einfachen Bedürfnissen. Der Auftrag der Gesetzgebern ist Sie von falschen Bedürfnissen fern zu halten, und sie auf den richtigen weg zu halten, und dafür muss man sich fest an die Moslemische Gesetze halten, und wie das sein soll das wissen Wir!“
„Die Gesetze sind wie eine Kerze“ sagte Shems „sie Erleuchten mit ihrem Licht, eine Kerze ist gut in der Dunkelheit, man kann in den weg blicken, aber nach den Moslemischen Gesetzen kommen die Gemeinden, Nach den Gemeinden das Praktizieren, nach dem Praktizieren die Wahrheit! Wenn man sich vom Hauptziel entfernt, und die Gesetze nicht mehr als mittel benutzt sondern als zweck, was bringt dir diese Kerze?“ Mir wurde es wieder warm. Einem Mann wie der Richter, der von sich und seiner so Sache Überzeugt war sowas zu sagen, das war wie, allein in Gefährliche Wassern Eintauchen, wusste das Shems denn nicht? ..

Ich suchte nach irgendeinen Grund mit dem ich Shems vom Raum entfernen könnte, aber Shems redete weiter, „Ich kann dies mit einer Regel besser Ausdrücken“ „Was für eine Regel?“ fragte der Richter Skeptisch, Shems beugte sich zurück redete in einem angenehmen Ton schaute nach oben als ob er dort aus einem Unsehbarem Buch was vorlesen würde,

„Unser Prophet sagte das man den Quran aus 7 Dimensionen Lesen kann, wir sammeln diese 7 Dimensionen in 4 Gruppen, die 3. Regel: Es gibt 4 Lesearten des Qurans, die erste ist die Sehbare Form des Quran, die zweite Ist der Geheime Quran, seine Symbolik, die dritte Ist die Symbolik der Symbolik, die 4. Stufe ist so tief das man sie mit Worten nicht Beschreiben kann.“

Shems redete mit einem Bezaubernden licht in seinen Augen weiter,
„Die, die die tiefen der Religion außer seinen bekannten Gesetzen nicht kennen, Lesen den Sehbaren Quran, die Sufis Lesen den Geheimen Quran, die Freunde Allahs und die Meistern Lesen die Symbolik der Symbolik, die nächsten stufen kann nur von Propheten und von denen die zu Allah, nahe stehen Gelesen werden."
„Du meinst also irgendein Sufi kennt den Quran besser als ein Gesetzgeber wie ich?“
Ein verstecktes Grinsen war in Shems Gesicht zu sehen, aber er sagte nichts dazu,
„Pass auf was du da redest“ sagte der Richter Wütend, „du gehst zu weit, und begehst gleich eine Sünde, ich warne dich“
Der Richter klingte sehr bedrohend, aber Shems war sich sicher was er tat.
„Man sollte andere nicht so schnell und nicht mit solchen scharfen Worten Beurteilen, im Quran sagt Allah „komme nicht zu mir mit dem Recht eines anderen“ und außerdem was ist ein Widerspruch/Leugnen? Was ist Sünde? Man muss diese Begriffe näher Betrachten, ich kann ihnen eine Geschichte Erzählen“ sagte er und fing an diese Geschichte zu Erzählen:

Als Moses A.s. von einem Ort zu dem anderen Wanderte, Hörte Er eine Stimme die von einem Baum kam. Er ging zu diesem Baum hin in Neugier.. Als Er da ankam sah Er ein Hirte, der mit sich selbst redete, Er hörte Ihm zu, ohne das der Hirte dies Bemerkte. "O mein Schöner A L L A H, Wie schön wäre es wenn du jetzt bei mir wärst! Wenn Ich dich Lieben könnte.. Wenn Ich dich Umarmen könnte.. Ich würde eine Schaafe Melken und Dir ganz frische milch Anbieten, Deine Schuhe ausziehen und deine Füße waschen, Wenn du dein Kopf auf meinem Schoß hinlegen würdest würde Ich dafür sorgen das du dich Ausruhen kannst, Deine Flöhen aussuchen und von Dir Entfernen deine Ohren sauber machen ..." Nachdem letzten Satz verlierte der Mächtige Prophet Moses seinen Geduld, kam aus seinem versteck raus und fing an den Hirten zu Beschimpfen: "O du Unwissender, wie kannst du den Herrn Aller Welten der Erhaben über alles und allem ist, Der eine Unendliche macht hat, mit Milch tränken! Hat er denn Füße die du waschen kannst? und dann noch auf deinem Schoß legen und seine Flöhe aussortieren. Weißt du denn nicht das man über A L L A H so nicht reden darf?"
(Weiterlesen:) http://www.geistigenahrung.org/fpost132162.html#132162

nach der Geschichte sagte er, „deswegen kann ein süßes Wort was durch den Lippen eines anderen fällt, als Gift in ein anderes Ohr Eintreten, Obwohl für Allah ist die Absicht wichtig, nicht das Wort, Die die Vernunft Besitzen sind anders, die die wegen der Liebe Gelitten haben, haben andere Gesetze als die Religionen. Wir spalten die Menschen nicht in Religionen Gruppen Sprachen, Für uns ist jeder gleich, alles ist Eins, deswegen Bezeichnen wir ein Wort was durch den Lippen fällt niemals als Sünde, denn allein Allah weiß was in den herzen ist, nicht wir. Deswegen schweigen wir anstatt jemandem zu verletzen oder anzugreifen, wir haben eine einzige Gemeinde, und das ist Allah“ Als Shems fertig war, schaute ich unauffällig den Richter an, man konnte sehen das die Geschichte ihm nicht gefallen hatte, auch wenn er es mit einem anderen Gesichtsausdruck bedecken wollte. Aber er war auch nicht Dumm, würde er weiter diskutieren, müsste er Shems irgendwann bestrafen, und in der Stadt würde man reden das der Oberrichter mit einem einfachen Derwisch nicht klar gekommen ist. Das beste wäre so tun als ob hier nichts wichtiges geschah, und den Abschiedspunkt einsetzen..
Die Sonne war kurz vor dem Untergang, der Himmel änderte seine Farbe in Rot, ein paar dunkle Wolken die ihre formen ständig änderten und schöne Farben Kombinationen bildeten..

Der Richter meinte er müsse noch ein wichtiges Thema untersuchen, stand auf, Begrüßte mich
Höflich, warf einen Eiskalten Blick zu Shems, und verließ den Raum, seine truppe eilte schupsend hinter ihm her.
Danach waren wir mit Shems alleine im Saal..

„Sieht so aus als ob der Oberrichter dich nicht mag“ sagte ich,
Shems Schieb die Lockigen Haare die vor seine Augen fielen weg und sagte
„ist nicht schlimm, ich Ärgere mich über solche Sachen nicht, ich bin es gewohnt das Richtern mich nicht mögen“
Ehrlich gesagt Ich war sehr Aufgeregt, solch ein Furchtloser Rebellischer Mann der sich bewusst ist was er tut, und dabei auch so Gottergeben Wissend und Zufrieden ist kommt vielleicht alle 40 Jahre nur 1 mal zu solch eine Gemeinde, woher weiß ich das, Ich bin seit 40 Jahren der Leiter solch einer Gemeinde..

„Erzähle mal, wie und warum bist du nach Bagdad gekommen?“

Einerseits wollte ich seine Geschichte unbedingt hören, andererseits..
ich weiß nicht warum, die Antwort die ich hören wollte bildete in mir Angst..

28.01.2010

Shems und Mewlana (AŞK=LIEBE) 2

In der Nähe von Samarkand, ein Karawanserei, März 1242

Es waren 10-15 Wanderer die im 2 Stock des Hauses Übernachteten,
Alle sahen einsam und fertig aus, zwischen all den Menschen die ihre Zuflucht in ihren Träumen suchten fand ich eine Staubige, Schweißige Muffige Matratze.
Hier legte ich mich auf meinem Rücken, und begann den Tag zu bedenken. Hatte ich vielleicht irgendein Göttliches Zeichen übersehen oder noch nicht Erkannt wegen meiner Eile oder Dummheit? Mit dieser Betrachtung untersuchte ich den ganzen Tag von vorne und bedankte mich mehrmals bei Gott..

Schon seit meiner Kindheit besuche ich andere Welten, mache Streifzüge, Höre aus dem Verborgenen stimmen. Ich Rede zu Gott und Er antwortet mir, Er Erklärt Er Offenbart mir..
Es gibt Tage wo ich Federleicht bin und bis zum 7 himmel Hochsteige, es gibt Tage wo ich schwerer bin und in die Erde versinke..
Mal bin ich da mal hier, manche Tage habe ich gar keinen Appetit auf irgendetwas und kann Tage lang nichts Essen, manchmal vergesse ich das Reden, die Worte verschwinden aus meinem Gedächtnis, danach kehren sie zu mir zurück wie die wandernden Vögel.
Aber all dies Erschreckt mich nicht mehr, ich habe Gelernt das man solche dinge für sich Behalten muss.
Der Mensch ist bereit daß schlecht zu machen was er nicht Begreifen kann. Wie oft ich diese Tatsache Erfahren habe..

Der erste der sich von meinen Streifzügen bedroht fühlte war mein eigener Vater. Ich war Glaube ich 10 Jahre alt, und konnte fast jeden Tag meinen Schutzengel sehen, und ich war so naiv das ich dachte das alle anderen auch solche dinge sehen würden. Mein Vater wollte das ich auch ein Tischler werde wie er. Als er eines Tages mir Beibrachte wie man eine Truhe zusammenbaut, Erzählte ich ihm von meinem Schutzengel.
"Siehe deine Fantasierungen gehen zu weit" sagte er "Erzähle diesen Unsinn niemandem weiter und bringe andere damit durcheinander"
Vor ein paar Tagen kamen einige Nachbarn und Beschwerten sich über mich. Ihre Kinder hätten Angst von meinem fremdartigen verhalten.

"Siehe mein Sohn, die Birne fällt auf dem Boden, Jedes Kind kommt nach seinen Eltern verstehst du, und du bist auch nicht anders." sagte mein Vater, "Warum willst du nicht begreifen das auch du ein Mensch bist wie jeder andere?"

Obwohl ich meine Eltern so sehr Liebte und dachte ich wäre Durstig nach ihrer Liebe, fühlte ich in diesem Moment das sie zu mir total Fremd waren.

"Gewiss Vater dieser dein Sohn stammt aus einem anderen Ei als seine Geschwistern, ich bin wie eine kleine Ente die von Hühnern erzogen wird, aber Glaube mir in diesem Hühnerstall werde ich nicht lange bleiben. In dem Wasser wovon ihr Angst habt einzutauchen beginne ich zu Leben, im Gegensatz zu euch kann ich darin schwimmen, meine Welten sind diese Ozeane, wenn ihr mit mir seid, dann taucht mit mir ein, wenn nicht dann mischt euch nicht ein und bleibt in eurem Hühnerstall"
Mein Vater schaute mich mit großen Augen an und,
„Wenn du mit deinem eigenen Vater jetzt schon so redest, wer weiß wie du mit deinen Feinden reden wirst wenn du Erwachsen bist." Sagte Er Deutlich..
Meine Streifzüge verschwindeten in der zeit nicht wie meine Eltern es Behaupteten, im Gegenteil sie wurden immer mehr und Anziehender. Die Erwachsenen Ärgerten sich, das war mir klar, und ich fühlte mich deswegen schuldig das sie wegen mir Traurig waren, aber ich wusste nicht wie ich diese Streifzüge stoppen könnte, Ehrlich gesagt wenn ich das wüsste würde ich sie auch nicht stoppen wollen..

Nach einer zeit verlies ich mein Haus, und kehrte nie wieder zurück. Die Frau vom Propheten Lot gefroren wie eine Salzstatue schaute seit wer weiß wann zu dieser Stadt "Tebriz", ich drehte mich nicht mal um.
Der Name der Stadt in der ich Geboren wurde bildet ein Säuerliches Wort in meinem herz, der Name schmelzt auf meiner Zunge wie ein Schneeflocken wann immer ich es ausspreche.. und erinnert mich jedes mal an 3 Sachen; Späne, Mohnbrot und frischer Schnee.

Seitdem bin ich ein Wandernder Derwisch. Ich bin für immer verbannt auf der Welt. Meinen Kopf habe ich nie 2 mal auf dem gleichen Steinkissen gelegt, Aus dem gleichen Teller niemals das 2. mal gegessen, ich habe jeden Tag was neues Gesehen. Wenn ich verhungere Deute ich Träume und teile meinen verdienst mit Armen Leuten, so Reise ich von Westen nach Osten von Norden nach Süden, Überall auf den Bergen oder in den Städten suche ich nach Gott und der Wahrheit.

Ich strebe nach einem vernünftigen Leben, und nach nützlichem Wissen. Ich bin Stammlos, Landlos, seitdem ich in Gott Geschmolzen bin seitdem bin ich Gestorben,
seit dem bin ich ohne Anfang und ohne Ende..

Weder bin ich Reich weder Arm, weder bin ich ein Befehlender weder habe ich einen Herr, Ich bin nicht von den Stummen Derwischen, ich bin wie der Wind der dahin weht wohin er will.

Jegliche Straßen bin ich gegangen wo es Menschen Massen gab, und wo es auch nichts gab.. Bibliotheken habe ich besucht und die Gebildeten Befragt, Wissende habe ich gefunden und verrückte, habe mich mit ihnen unterhalten, die antworten die sie mir nicht geben konnten fand ich in ihrer Stummheit..
Tempeln Kirchen Moscheen zerstörte Städte habe ich besucht, in den Höhlen mit den Denkenden zusammen gedacht, mit den Derwischen und mit Scheichs Rezitationen durchgeführt, unter dem Mondschein mit Schamanen getanzt, von den Geschichten Erzählern Geschichten gehört, von jedem Glauben von jeder Gruppe habe ich Gläubige kennengelernt, Keinen habe ich über den anderen Erhoben, den Erschaffenen habe ich Geliebt wegen seinem Erschaffer.
Leute in Armut Leute in Reichtum, Gebrannte Felder, Blutige Flüsse..
Das schönste und das schlimmste was der Mensch angestellt hat, habe ich gesehen.
Seit langem bewundert mich nichts mehr, ich höre und Gehorche..
Nach jedem Erlebnis habe ich eine Regel die nirgendswo geschrieben war zu meinem Lebensbuch zugefügt. Und nannte sie die 40 Regeln der Wandernden Derwische,
diese Regeln waren für mich natürlich und Gründlich wie die Gesetze der Natur.
Sie zusammenzubringen hat eine lange zeit gedauert. Viele habe ich weggelöscht und nochmals Geschrieben, und nuun gibt es weder ein Koma oder ein punkt den ich zufügen würde, weder ein Buchstabe weder ein Wort..
Da die 40 Regeln vollkommen sind, bin ich nahe meinem Ende, seit langem leiten mich die Zeichen zu diesen Gedanken. Aber was mich beunruhigt ist nicht mein Tod, denn der Tod ist für mich kein Ende, und ich Glaube jeder Tod hat eine eigene Farbe.
Was mich Beunruhigt ist; ich habe kein nachkommen dem ich Erben kann. So viele Wörter, Geschichten und Weisheiten warten in mir Erzählt zu werden. All mein Wissen und alles was ich Gelernt habe möchte ich in meine Handfläche legen in eine Perle verwandeln und einer einzigen Person weitergeben. Weder suche ich einen Meister weder einen Lehrling, was ich suche ist der Spiegel meiner Seele, mein freund und Begleiter..

Regel nr. 2 "Der Weg zu Gott geht durch das Herz nicht durch den Verstand. Dein Führer solle immer dein Herz sein, nicht der Kopf der über deinen Schultern steht. Sei einer von denen die seinen Willen kennen und nicht von denen die ihn Töten."
„Ya Rabbi“ flüsterte ich in diesem dunklen Raum.
„Mein Leben lang bin ich gewandert, überall habe ich deine Fußspuren verfolgt, Jeden Mensch als dein Khalif und als ein sprechender Quran wahrgenommen..
Statt In Prächtigen Häusern mit den Wissenden, oder Sheihs der Tempeln, Sultane auf den Thronen, habe ich mich mit Gebannten, mit Leidenden mit den vergessenen Befreundet.
Dank dir habe ich aus meinem Teufel von tag zu tag ein Moslem gemacht, nuun bin ich wie ein Fluß ohne Meer, das Wissen das du mir gegeben hast möchte ich mit dem richtigen teilen und alles weitergeben, bitte mein Herr lass mich ihn finden.
Danach welche Entscheidung du für mich triffst ich werde zufrieden sein, Egal was du für mich Entscheidest ich bin in jedem Moment und in jeder Situation zufrieden mit dir“

In dem Moment füllte sich der Raum mit einem warmen Blauen Licht, ich konnte sehen wie die Gesichter der Menschen sich dieser Farbe anpassten, ein frischer Lebendiger Duft füllte den Raum. Als ob jemand die Fenster Geöffnet hat, und der wind den Duft der Blüten rein getragen hätte.
Plötzlich hörte ich eine Göttliche sanfte süße stimme
„Shems aus Tebriz, Freue dich! Bereite dich auf eine reise nach Bagdad, dein Gebet wurde Erhöhrt.“ Sagte er. Ich Erkannte ihn es war mein Schutzengel aus meiner Kindheit.
„aber wer wartet dort auf mich?“ fragte ich, „der Spiegel deiner Seele, dein Freund, in Bagdad wirst du den jänigen finden der dich weiterleiten wird. Bei ihm wirst du eine weile verweilen und dich Gedulden, danach wird deine Reise weitergehen.“
Glückstränen flossen über meine Backen, ich wusste doch dass der Mann der nach mir suchte, der Spiegel meiner Seele war. Ich würde ihn Endlich kennenlernen, und Erfahren warum seine Tiefen Braunen Augen so traurig schauten, und ich würde Endlich wissen wie ich in einer Herbst Nacht Ermordet wurde…

23.01.2010

Shems und Mewlana (AŞK=LIEBE)

Wer/Was ist Shems? Sein richtiger Name ist Shemseddin.
Shems bedeutet= Sonne, ed din bedeutet= der Religion
und Shems ist der Meister von Mewlana. (Friede sei auf ihnen)
Übersetzungen aus dem 1. Teil

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ERDE

Die Tiefe, Ruhige und harte dinge im Leben..

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In der Nähe von Samarkand, ein Karawanserei, März 1242


Heute Abend beim Essen wurde ich wieder in die andere Welt hineingezogen. Was ich dies mal sah war so Lebendig, so Real, so klar..


Ein großes Haus mit einem Hof mit knospigen Gelben Rosen Beschmückt. Mitten im Hof ein Brunnen mit dem Kühlsten wasser der Welt.. Es ist ende Herbst, im Himmel strahlt der Vollmond, eine Geheimnisvolle Nacht.. Ein paar Tiere die die Dunkelheit genießen spazieren rufend herum, Eulen, Fledermäuse Wölfe.. Kurz darauf kam ein Mann im mittelalter aus diesem Haus heraus, er hatte Nette Tiefe Hellbraune Augen, und in diesen Augen ein Unbeschreiblicher Leid, und ein dunkler schatten in seinem Gesicht.. „Shems, Shems, wo bist du“ rief er auf dem Hof. Ein verrückter Wind wehte plötzlich, Wolken bildeten eine Gardine vor dem Mond, als ob die ganze Natur Angst hätte zu bezeugen was gerade geschehen wird.. Sogar das Knatternde Feuer, die Eulen und Wölfe wurden still.. Die Fledermäuse flatterten ihre Flügeln nicht mehr, die ganze Welt geriet in eine Stummheit.. Der Mann kam mit langsamen schritten zum Brunnen und rief hinein. „Shems, mein Liebster“ flüsterte er „bist du etwa da unten?“ Ich öffnete meinen Mund um zu Antworten, aber es kam kein ton heraus.. Der Mann beugte sich noch mehr und schaute tief hinein in den Brunnen. Als erstes sah er nichts weiteres als dunkles Wasser. Danach sah er meine Hand schweben die wie ein kleines Boot nach dem Sturm auf dem Wasser hin und her wackelte, und bei jedem wackeln ein paar wellen im wasser schaffte, Danach sah er 2 Augen die von den tiefen des Brunnes nach oben schauten und den Mond hinter den Wolken Anblickten, die Augen, meine Augen.. Von dem Brunnen in dem ich hinein geworfen war blickte ich zum Himmel als würde ich ihn nach dem Grund dieser Schlacht fragen.. Der Mann fiel auf seine Knien nieder, fing an seine Brust zu schlagen, und rief Heulend: „Sie haben ihn Umgebracht! Sie haben Shems Umgebracht!“ In diesem Augenblick kam ein Schatten hinter dem Busch heraus, wie eine elegante Hinterlistige Wilde Katze, eilte er über die Mauer des Hofs. Der Mann merkte nichts von ihm, Er schrie vor Leid und Kummer Wie ein zerbrechender verratender spiegel der seine teile überall hin streut, durchdring seine stimme die Wände und Mauern, und verbreitete sich in alle Richtungen der stillen Nacht..


„Heey! Bist du Verrückt geworden? Was brüllst du hier so rum?“
„….“
„Mit wehm rede ich denn hier?,
Hör auf mit dem Geschreie oder ich schmeiß dich gleich raus.!“
„….“
„Yahu hörst du mich nicht oder was? Ich sagte Aufhören! Hör auf!“

Diese Laute stimme überhörte ich damit ich noch ein kleines bisschen in der anderen Welt bleiben konnte, ich wollte wissen wie ich gestorben bin.
Außer dem wollte ich den Mann mit diesen Traurigen Augen noch mal Sehen.
Wer war er? Was hatte er mit mir zu tun?
Warum suchte er schreiend nach mir in dieser Herbstnacht?
Aber ich durfte nicht mehr in die andere Welt,
jemand erwischte mich von meinem Arm und Schüttelte mich so fest das ich dachte meine Zähne fallen gleich raus, mit dieser Gewalt wurde Ich wieder in diese Welt hinein gezogen. Langsam und unwillig öffnete ich meine Augen.

Die Laute stimme fand ich gleich vor mir.
Es war ein Langer dicker Mann, er hatte einen Schwarz Grauen Bart und einen gelblichen Schnauzbart. Ich Erkannte ihn, es war der Wirt des Hauses. Er war ein Lauter Brutaler und Bedrohender Mann, und kochte gerade vor Wut.
„Was ist denn passiert?“ fragte ich „Warum ziehst du mich an meinem Arm?“

„Was ist passiert?“ Schrie er verspottet,
„dich muss man fragen was passiert ist, es wäre schön wenn du aufhören würdest hier rum zu schreien, du wirst meine Kunden wegjagen“
während ich probierte mich von den riesigen Händen des Wirtes zu befreien
„echt? Habe ich Geschrien?“ fragte ich leise.
„Und wie! Wie ein Bär der auf einem Dorn tretet, genauso laut warst du, was ist denn passiert? Beim Essen bist du eingeschlafen und hattest vielleicht einen Alptraum?“

Ich wusste das dies die beste Ausrede war die der Wirt annehmen würde, und wenn ich diese Ausrede bestätigen würde, würde er mich auch in Ruhe lassen, aber ich konnte nicht Lügen:

„Nein so war es nicht, Weder bin ich eingeschlafen, weder war es ein Alptraum“ sagte ich
„Ich kann nicht träumen“
„Und warum hast du dann so Geschrien?“ fragte der Wirt, verwirrt,
„ich war in einer anderen Dimension, zwischen durch tauche ich in andere Welten ein, um etwas Aufzuklären, Streifzug ist was anderes Traum ist was anderes. „

Der Wirt hörte mir mit einem offenen Mund zu und kaute danach vor Wut seinen Schnauzbart, und sagte wütend
„Ihr Derwische habt nicht alle Tassen im Schrank, Besonders die Wandernde Derwische wie du, Unter der Glühenden Sonne; wandert, fastet, und Betet ihr den ganzen Tag, danach habt ihr einen Sonnenstich, und sieht bestimmt solche Luftspiegelungen.“
Ich musste lachen, denn er hatte recht, man sagte:
sich in Allah verlieren, oder den verstand zu verlieren, dazwischen gibt es einen sehr dünnen faden.
2 Kellnern kamen in den Saal herein sie trugen eine große Platte voll mit Essen in ihren Händen, es war voll mit Frisch Gegrilltem Ziegenfleisch, Backwaren, Linsen und Kaldaunen suppen..
Sie servierten den Kunden ihr Essen, nach dem verteilen der speisen riech der ganze Saal nach Knoblauch, Zwiebel und jeglicher Art von Gewürzen.
Als die Kellner mit der Platte zu mir kamen, nahm ich daraus eine Tasse Suppe und eine scheibe Schwarzbrot. Der Wirt schaute mich von oben an und fragte:
„Hast du denn genug Geld um das Essen zu Bezahlen?“
„Nein“ sagte ich, „aber wenn du willst kann ich für diese Tasse Suppe und für ein Platz zum Übernachten eines deiner Träume Deuten“
„Vorhin sagtest du, du kannst nicht träumen?“
„Ja das stimmt, ich bin ein Traum Deuter der selber nicht Träumen kann.“
„Wie ich schon sagte, ihr Derwische seid alle verrückt“ sagte der Wirt.
„Wenn ich dich rauswerfe, wird es mir keiner übel nehmen, Mach deine Augen auf und höre mir gut zu, mach diese Worte zu einem Ohrring, und lasse sie neben deinem Göttlichen Ohrring wackeln! Wie alt du bist weiß ich nicht, aber so wie du Aussiehst hast du genug für diesseits und das jenseits Gebetet. Nuun hör auf damit, Gehe und finde dir eine Frau, Baue dir ein Haus eine Familie mit Kindern auf, dann werden deine Füße wieder den Boden berühren, wo es in jeder Welt die gleiche Armut gibt, braucht man nicht in andere Welten eintauchen, empfehle ich dir. Glaubst du etwa, etwas neues zu finden? Schaue hier, überall aus der Welt kommen Wanderer hier her um zu Essen und zu Übernachten, Nach ein paar Gläsern Erzählen sie alle die gleichen Geschichten, der Mensch ist überall der gleiche Mensch, das Essen das gleiche Essen das Wasser das gleiche Wasser, und der Dreck der gleiche Dreck!“
„Aber ich such nichts fremdes oder neues, ich suche nur die Wahrheit“ sagte ich
„der ziel meiner reise ist „Gott“ finden“ Der Wirt wurde wieder sauer,
„so suchst du ihn am falschen Ort, dein Gott ist schon längst gegangen und frage nicht wann er zurück kommt, denn ich weiß es nicht“
Als ich diese Worte hörte, stach ein schmerz in mein Herz hinein.

„Wer Gott schlecht macht, der macht in Wirklichkeit sich selbst schlecht“ sagte ich, „ob ihm das bewusst ist oder nicht, das ist so.“

Der Wirt schaute mich mit ein Kindisch und unechtes lächeln an. Ich fragte:
„Wird nicht gesagt: Wir sind euch näher als die Halsschlag ader? Allah ist doch kein Gott der in der ferne auf seinem Thron sitzt, Er ist überall und in jedem ding Existent, er verlässt uns nie, wie kann er sich selbst verlassen?“
Der Wirt wurde wieder laut „aber was nicht sein kann, ist schon geschehen, Er hat uns verlassen“ Sagte er mit eiskalten Blicken. „Glaube mir es ist besser so, und wenn Gott hier ist, und nicht mal seinen finger bewegt für all das böse was um uns herum geschieht, frage ich dich was das für ein Gott ist?“

„Es ist die erste Regel der 40 Regeln“ sagte ich Flüsternd, danach, „die erste Regel, So wie wir den Schöpfer betrachten, betrachten wir in Wirklichkeit uns selbst, es ist alles nur eine Spiegelung, Wenn das Wort Gott in dir ein Schreckendes schämendes Wesen bildet Bist du meist selber auch erschreckend und schämend, und wenn das Wort Gott in dir als erstes ein Liebendes Barmherziges Zärtliches Wesen bildet, bist du selber auch Lieb, Barmherzig und Zärtlich.“
„Ach was“ sagte der Wirt,
„Fehlt nur noch das du sagst Gott ist ein Produkt unserer eigenen Fantasie? Mir kommt es so vor als..“
In dem Augenblick ging hinten im Saal die Hölle los, so das der Wirt seinen Satz nicht beenden konnte, als wir uns Umdrehten und nach hinten schauten sahen wir 2 große Männer, mit langen Armen, sie greiften die Gläser der Kunden zu und tranken, nahmen die Tellern vor ihnen weg und Aßen, wenn jemand was sagte, egal wer, wurden sie Agressif und machten sich über ihn lustig.. Der Wirt war so sauer das man seine knirschenden Zähne hören konnte “Schaue dir diese Menschliche wesen an, Sie suchen Ärger wie es aussieht, Schaue gut zu Derwisch, und lerne was von mir“ Der Wirt raste nach hinten, einen der besoffenen drehte er zu sich und haute ihm eine rein, der Besoffene der mit sowas überhaupt nicht rechnete fiel nieder wie ein leerer sack, der zweite probierte den Wirt anzugreifen und schlug mit voller kraft auf den Wirt zu aber kurz danach landete er auch auf dem Boden. Der Wirt schlug mit seinen Füßen auf sein Brustkorb kräftig zu als der auf dem Boden lag, danach zerquetschte er die finger unter seinen riesigen schwarzen Stiefeln, wir konnten die zerbrechenden Knochen hören.

„Das Reicht aber!“ rief ich, „Willst du ihn umbringen?“

Ich bin ein Sufi und verteidige das Leben auch wenn es mein eigenes Leben kosten würde, ich kann nicht mal einer Ameise was antun. Wenn ich ein Vogel sehe denke ich an Salomon, wenn ein Fisch an Yonas, meine Mission ist auf der Seite des Lebens zu sein, zu Beschützen, und dafür kann ich alles tun. Aber Brutalität existiert nicht in meinem Buch, das einzigste was ich tun kann ist meinen vergänglichen Körper wie eine Gardine zwischen dem Wirt und dem Schwachen zu stellen, um ihn zu Beschützen.

„Derwisch! Misch dich nicht ein, sonnst kriegst du gleich auch was ab!“ Drohte er mich.. aber wir beide wussten das es soweit nicht kommen wird. Kurz danach trugen die Kellner die 2 Besoffenen raus, der eine hatte eine Gebrochene Nase, der andere Gebrochene Finger. Überall lag Blut. Eine Beängstigende Stummheit umhüllte den Saal. Der Wirt war zufrieden mit seiner tat und schaute in meine Richtung und sprach aber nicht nur mich an, seine laute stimme schallte im Saal,
„Gesehen Herr Derwisch? Ich wollte sie nicht schlagen, aber ich musste, was sollte ich denn sonnst tun? Sollte ich zusehen wie sie hier alles kaputt machen? Wenn Gott seine dienern hier unten vergisst, müssen wir für die Gerechtigkeit sorgen. Wenn du nächstes mal mit ihm redest sage ihm, wenn du das Lamm allein stehen lässt, wird es zum Schluss ein Wolf!“
ich schüttelte mein Kopf, „das war nicht richtig was du tust“
murmelte ich während ich zur Tür ging,
„ich war mal ein Lamm und wurde ein Wolf, war dies falsch?“
„nein das war richtig, du bist ein wahrer Wolf geworden das sehe ich, das du all dies Gerechtigkeit nennst da irrst du dich“
Der Wirt rief während ich zur Tür ging
„Warte mal ein bisschen, wir sind mit dir noch nicht fertig, du schuldest mir noch was, für das Essen und den Schlafplatz möchte ich eine Traum Deutung von dir?“
„Wenn du willst kann ich noch mehr tun“ schlug ich ihm vor,
„komme ich lese aus deiner Hand“

Ich wendete mich zum Wirt ging auf ihn zu, ohne das ich meine Augen von seinen Wütenden feurigen Augen trennte, als ich seine Hand in meine Hand nahm war er Beunruhigt und beängstigt, aber er währte sich nicht gegen mich. Die Wahrsager behaupten die Zukunft aus den Händen Lesen zu können, ich kann nur die Vergangenheit lesen, die Haltestellen die der Mensch Besucht hat, aber nicht verlassen kann, die kann ich Lesen..

Ich untersuchte seine Hand, die striche waren Tief, brüchig, unbeständig. Ein paar Bilder kamen vor meine Augen, Jeder Mensch hat eine Aura in verschiedenen Farben, seine war aschgrau wie totes blau, der Kern seines Geistes war nicht mehr ganz, Gegen die äussere Welt besaß es gar keine Kraft sich zu verteidigen. Der Wirt war wie eine Pflanze die von innen trocknete, um diese verlorene Kraft zu bedecken baute er eine Phsyikalische Körperliche kraft auf, diese innere schwäche spiegelte sich nach aussen als Gewalt, bedrohende Beängstigende Gewalt..
Mein Herz fing an Schneller zu schlagen, und es kam ein anderes Bild was ich nicht so deutlich sehen konnte. Als ob eine Gardine vor mir stünde, aber kurz danach wurde das Bild Deutlicher. Eine junge Frau mit Braunen Haaren, nackte Füße, ein Tattoo am Bein, Ihr Körper umhüllt mit einem roten Schal.. „Du hast jemandem verloren den du Liebst,“ sagte ich und nahm seine andere Hand in meine Hand, Auf ihrer Brust konnte man alle Adern sehen da drunter ein dickes Bauch, sie war Hochschwanger, und ist verhaftet in einem brennenden Haus, Draußen warten Soldaten auf Pferden mit silbernem Reitzeug, in der Luft riechte man stroh und verbranntes Fleisch,
die Mongolen..
mit ihren breiten Nasen und kurzen dicken Hälsern und ihren Eisernen herzen, die Soldaten Cingis Khans..

„Nicht eine, du hast 2 verloren“ korrigierte ich, „Deine Frau war für euer erstes Kind Schwanger“ Der Wirt wendete seine blicke auf seine Leder Stiefeln, konnte nichts sagen, Sein Gesicht und seine Hand wurde wie eine Landkarte die man nicht lesen kann, und er kam mir viel älter vor als er ist..
„Ich weiß es wird dich nicht trösten, aber ich muss dir was sagen, was deine Frau Tötete war weder das Feuer weder der Rauch, es war ein Brett das von der Decke runtergefallen ist, und in dem Augenblick war sie Tod, sie hat ihr Körper verlassen ohne irgendein schmerz zu spüren, du bildetest dir immer ein sie hätte furchtbare schmerzen gespürt, aber so war es nicht.“ Der Wirt versinkte seine Augenbrauen, als hätte man ihm ein last gegeben die er nicht tragen kann, und mit einer Kratzigen stimme, sagte er
„Woher kannst du das alles Wissen? Bist du ein Zauberer oder was?“ Ich überhörte diese frage, „du machst dir Gedanken weil du sie nicht ordentlich begraben konntest, du Träumst immer noch das, sie sich aus ihrem Grab raus schleicht, aber das sind deine eigene Fantasierungen, die Wahrheit ist deine Frau und dein Sohn sind in einem guten zustand, Leicht und Frei wie ein Licht wandern sie in der Ewigkeit.“
Ich beendete meine Lesung mit „Wenn du willst kannst du wieder das Lamm sein, denn es ist immer noch in dir drin, du hast ihn nicht verloren.“ Der Wirt ziehte seine Hand von meiner ganz schnell weg, als hätte er einen heißen Topf angefasst, und entfernte sich von mir, „Weißt du was Derwisch, du gehst mir langsam auf die Nerven, Heute Nacht kannst du hier übernachten, aber früh am nächsten Morgen wirst du verschwinden, und ich will dein Gesicht hier nie wieder sehen!“
Ich sagte Kopfschüttelnd ok, ich hatte ihn gut verstanden..

So ist es wenn du die Wahrheit sagst Ärgern sie sich, flippen sie aus, wenn du dann noch von Liebe Erzählst, werden sie Agressif, drehen durch, und hassen dich..